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7. egov-day: Digitalisierung für moderne Verwaltungen

Experten aus öffentlicher Verwaltung, von Industrieunternehmen und aus der Wissenschaft trafen sich am 2. Juni 2016 an der Universität in Koblenz. Vorgestellt und diskutiert wurden unter anderem neue Entwicklungen und Herausforderungen in den Bereichen Verwaltungsmodernisierung, E-Government und E-Partizipation.

Veranstaltet wird der egov-day von Mitgliedern des Instituts für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik (IWVI) der Universität in Koblenz in Kooperation mit dem egov-network und dem Verein IT.Stadt Koblenz e.V. Teilnehmer der Veranstaltung bekamen einen umfassenden Überblick über diverse Bemühungen und Projekte im Bereich des E-Governments in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus.

E-Government bedeutet die Vereinfachung und Durchführung von Prozessen zur Information, Kommunikation und Transaktion innerhalb und zwischen staatlichen, kommunalen und sonstigen behördlichen Institutionen sowie zwischen diesen Institutionen und Bürgern bzw. Unternehmen durch den Einsatz von digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien.

In seiner Keynote mit dem Titel Akzeptanz von E-Government stellte Uwe Göhring, stellvertretender Leiter der Abteilung „IT-Zentralstelle, Breitband“ im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz, heraus: Ziel der rheinland-pfälzischen Digitalisierungsstrategie sei es, die Verwaltung effizienter zu gestalten und das Vertrauen der Bürger zu erhöhen. Zu eben diesen Themen präsentierte er eine Beurteilung der derzeitigen Situation in Deutschland sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Angebots. So wäre es beispielweise wünschenswert, das once-only-Prinzip durchzusetzen, das eine einmalige Registrierung aller Bürger vorsieht. Die Daten sollen dann einfacher ausgetauscht und von verschiedenen Behörden genutzt werden können.

Weitere Vorträge im Anschluss zeigten konkrete Beispiele der Umsetzung von Digitalisierungs- und Modernisierungsstrategien auf, wie zum Beispiel das BKS-Portal und KATWARN, zwei Optimierungsansätze der IT-Struktur für den Brand- und Katastrophenschutz (BSK) sowie den Rettungsdienst (RD), das virtuelle Bauamt in der Metropolregion Rhein-Neckar, die digitalen Dörfer oder die Smart City Cologne. Ein weiterer Bereich, in dem die digitale Technologien Verwaltungsprozesse effizienter und kostengünstiger gestalten können, sei die IT-Flüchtlingsverwaltung, so Dietmar Barth vom Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz.

Nach weiteren Präsentationen und Diskussionsrunden zu den Themen Bürgerbeteiligung und Vertrauen sowie interoperable E-Government-Lösungen und Vernetzung lässt sich aus der abschließenden Diskussionsrunde zwischen allen Vortragenden und Teilnehmern festhalten: Die digitale Verwaltung sollte in allen Bereichen Standard werden, allerdings ist die Verwirklichung des oben genannten once-only-Prinzips aufgrund diverser organisatorischer Schwierigkeiten noch nicht umsetzbar.

 Dr. Birgit Förg, Universität Koblenz-Landau

 

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